
Viel Norden auf der 76. Berlinale
15.02.2026 | Hamburg Tea Time und acht geförderte Filme
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Der Hamburger Senat und die MOIN Filmförderung haben am Samstag, 14. Februar, die Filmbranche im Rahmen der Berlinale zur Tea Time in die Hamburger Landesvertretung in Berlin eingeladen. Unter den Gästen waren unter anderem Shahrbanoo Sadat, Bruno Alexander, Laura Tonke, Aaron Hilmer, Doris Dörrie, Jeanette Hain und Merlin Sandmeyer.
Eine Fotoauswahl vom Event zur freien Verfügung im Rahmen der Berichterstattung finden sie hier. (Copyright: Jasper Ehrich Fotografie/Florian Arp)
Weitere Gäste der Hamburg Tea Time waren u.a. der Regisseur Kai Stänicke und Hauptdarsteller Paul Boche von "Der Heimatlose" (Sektion Perspectives). Auch „Smalltown Girl“-Star Dana Herfurth sowie Maria Furtwängler, Lars Jessen und Detlev Buck kamen auf eine Tasse Tee vorbei.
Die Gäste des traditionellen Empfangs im Rahmen der Berlinale wurden in der Landesvertretung begrüßt von Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien und Helge Albers, Geschäftsführer der MOIN Filmförderung. Mit dem Empfang wird der Film in und aus Hamburg auf der internationalen Bühne gewürdigt und sichtbar gemacht. Er bietet der Filmförderung und den Hamburger Filmschaffenden die Gelegenheit, mit nationalen Gästen und internationalen Partnern ins Gespräch zu kommen.
Die Gäste des traditionellen Empfangs im Rahmen der Berlinale werden in der Landesvertretung begrüßt von Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien und Helge Albers, Geschäftsführer der MOIN Filmförderung. Mit dem Empfang wird der Film in und aus Hamburg auf der internationalen Bühne gewürdigt und sichtbar gemacht. Er bietet der Filmförderung und den Hamburger Filmschaffenden die Gelegenheit, mit nationalen Gästen und internationalen Partnern ins Gespräch zu kommen.
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit einem Eröffnungsfilm aus Hamburg und insgesamt acht von der MOIN geförderten Filmen wird dies eine ganz besondere Berlinale – so norddeutsch wie international. Ich bin sehr froh, dass der Filmstandort Hamburg Bedingungen bietet, die solch herausragendes Filmschaffen unterstützen können. Denn die spannenden Stimmen von Shahrbanoo Sadat, İlker Çatak, Monika Treut und vielen anderen erweitern nicht nur filmische Horizonte, sondern helfen auch dabei, gesellschaftliche Räume zu öffnen und Perspektiven zu entgrenzen. Sie sollen unbedingt gehört und unbedingt gesehen werden. Wie schön, dass sie in den kommenden Tagen ihren Platz bei der Berlinale finden. Und was für ein Gewinn für Festival und Publikum!“
Helge Albers, Geschäftsführer der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Die acht Filme im Programm der Berlinale zeigen eindrucksvoll, was alles in Hamburg steckt: von Shahrbanoo Sadat und İlker Çatak, für deren Filme ‚No Good Men‘ und ‚Gelbe Briefe‘ Hamburg einmal zu Kabul und einmal zu Istanbul wurde, bis zu Kai Stänicke, der mit seinem Debüt ‚Der Heimatlose‘ Weltpremiere feiert, und Monika Treut, deren queer-feministischer Film ‚Verführung: Die grausame Frau‘ in der Retrospektive TEDDY40 läuft. Sie alle zeigen nicht nur die kreative Vielfalt unserer Region, sondern auch, wie verlässliche Filmpolitik die Filmschaffenden nachhaltig unterstützt. Wir wünschen allen Teams eine inspirierende und erfolgreiche Festivalwoche!“
Die MOIN-geförderten Filme auf der Berlinale
Gelbe Briefe (Sektion Wettbewerb)
Mit „Gelbe Briefe“ (if… Productions Film, München) erzählt der Oscar-nominierte Regisseur İlker Çatak ein Drama aus der Türkei, das in Deutschland realisiert wurde. Gedreht wurde über drei Wochen hinweg in Hamburg. Der Film schildert die Geschichte des Künstlerehepaars Derya und Aziz aus Ankara, die über Nacht ins Visier des Staates geraten und ihre Arbeit und Wohnung verlieren. Zusammen mit ihrer Tochter gehen sie nach Istanbul, wo sie sich zwischen ihren Wertevorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen.
Der Film wurde von der MOIN Filmförderung mit einer Fördersumme von 595.000 Euro unterstützt.
Rose (Sektion Wettbewerb)
In der deutsch-österreichischen Koproduktion „Rose“ (ROW Pictures, Leipzig) führt die Handlung in ein protestantisches Dorf des 17. Jahrhunderts. Die Ankunft eines vernarbten Fremden (Sandra Hüller) sorgt dort für Misstrauen unter den Dorfbewohner*innen. Der Fremde erweist sich jedoch als fleißig und gottesfürchtig und wird Teil der Gemeinschaft – obwohl sein Wunsch nach Zugehörigkeit auf einer Lüge beruht. Regisseur Markus Schleinzer erzählt in seinem Historiendrama von einer Person, die als Frau geboren wurde, als Mann lebte und damit ein ganzes Dorf täuschte. Teile des Filmteams kommen aus Hamburg. Der Film wurde von der MOIN Filmförderung mit einer Fördersumme von 100.000 Euro unterstützt.
No Good Men (Eröffnungsfilm)
„No Good Men“ (Adomeit Film, Lübeck) spielt in Kabul kurz vor der Rückkehr der Taliban und erzählt die Geschichte der Kamerafrau Naru. Betrogen von ihrem Ex-Mann und im Kampf um das Sorgerecht ihres Kindes hat sie den Glauben an gute Männer verloren. Doch als sie den Reporter Qodrat kennenlernt, beginnt sie, ihre Überzeugungen infrage zu stellen: Gibt es vielleicht doch einen guten Mann da draußen? Der Film wurde vollständig in Deutschland realisiert, davon mit acht Drehtagen in Hamburg. Damit erzählt die in Hamburg lebende afghanische Regisseurin Shahrbanoo Sadat eine romantische Komödie aus Afghanistan – made in Germany. Der Film wurde von der MOIN Filmförderung mit einer Fördersumme von 354.000 Euro unterstützt.
Der Heimatlose (Sektion Perspectives)
Nach 14 Jahren kehrt Hein auf seine Heimatinsel zurück – doch das Dorf erkennt ihn nicht wieder. Selbst sein Kindheitsfreund distanziert sich von ihm. Ein Dorfgericht soll klären, ob Hein wirklich der ist, für den er sich ausgibt. Regisseur Kai Stänicke erzählt von Verdächtigungen, wachsenden Spannungen und Heins verzweifelter Suche nach Beweisen, die seine Erinnerungen bestätigen.
„Der Heimatlose“ (Tamtam Film, Hamburg) hatte sieben Drehtage auf Sylt und wurde von der MOIN Filmförderung mit 560.000 Euro unterstützt. Teile der Crew – u.a. Seth Turner (Szenebild) und Stefanie Bieker (Kostüm) – kommen aus Hamburg.
Heysel 85 (Sektion Berlinale Special)
Nach einer wahren Begebenheit: Kurz vor Anpfiff des Europapokal-Finales kommt es 1985 im Brüsseler Heysel-Stadion zu einer Massenpanik bei der 39 Menschen sterben. Zwei junge Frauen sind damit konfrontiert: Im Zentrum des Films stehen die Feuerwehrfrau Martine und die Pressesprecherin Jeanne, die angesichts der Ereignisse an die Grenzen ihres Handelns geraten. „Heysel 85“ ist eine deutsch-niederländisch-belgische Produktion. Regie führte die Belgierin Teodora Ana Mihai, produziert wurde er von Leitwolf Filmproduktion aus Hamburg. Der Film wurde von der MOIN Filmförderung mit einer Fördersumme von 200.000 Euro unterstützt.
Roya (Sektion Panorama)
Die iranische Lehrerin „Roya“ (Pak Film, Hamburg) ist wegen ihrer politischen Überzeugungen im Teheraner Gefängnis inhaftiert. Nun muss sie eine Entscheidung treffen: im Fernsehen öffentlich ein erzwungenes Geständnis ablegen oder in ihrer Drei-Quadratmeter-Zelle eingesperrt bleiben. Regisseurin Mahnaz Mohammadi zeigt wie Isolationshaft die Wahrnehmung verzerrt, die Identität bedroht und den Widerstand erschwert. Der Film hatte zehn Drehtage in Hamburg und wurde von der MOIN Filmförderung mit einer Fördersumme von 246.000 Euro unterstützt.
Ghost School (Sektion Generation Kplus)
„Ghost School“ erzählt die Geschichte der zehnjährigen Rabia aus Pakistan, die erfährt, dass die einzige Schule ihres Dorfes geschlossen wurde – angeblich, weil sie verflucht sei und der Lehrer von einem Dschinn besessen. Verwirrt und auf sich gestellt fordert sie die Kinder des Dorfes auf, die Schule zu betreten und den Dschinn zu vertreiben, was weitreichende Folgen hat. Letztlich bleibt ihr nur die Wahl, als Dienstmädchen zu arbeiten oder radikale Mittel einzusetzen, um wieder zur Schule gehen zu können. Das Drama ist von der britisch-pakistanischen Regisseurin Seemab Gul und wurde von der Hamburger Produktionsfirma Red Balloon Film produziert. Der Film wurde von der MOIN Filmförderung mit einer Fördersumme von 25.000 Euro unterstützt.
Verführung: Die grausame Frau (TEDDY 40)
“Verführung – Die grausame Frau” ist ein experimenteller Spielfilm, der Hamburger Regisseurin Monika Treut, aus dem Jahr 1985. Er erzählt die Geschichte der Geschäftsfrau und Domina Wanda, die mit männlichen und weiblichen Bottoms regelmäßig bezahlte öffentliche BDSM-Performances in ihrer Galerie am Hamburger Hafen durchführt. Der romantische Schwärmer Gregor verliebt sich in sie, während der Journalist Mährsch bei einem Interview über Wanda seinen eigenen verborgenen Masochismus entdeckt und zum „Toilettensklaven“ wird. Der Film gilt als Klassiker der queeren, subversiven Avantgarde. Die Reihe „TEDDY 40“ ist eine Retrospektive zum 40-jährigen Bestehen des gleichnamigen queeren Filmpreises und zeigt historische Werke aus der Geschichte des Awards.
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